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de:e-639

E-639

Telefunken E 104 Kw/8, E-639; hergestellt von Telefunken AG, Ulm.

Der schwere Telefunken E 104 Kw/8 war offenbar unter der Bezeichnung E-639 bei der Schweizer Armee im Einsatz, weitere Informationen über Einsatzzweck und Anzahl beschaffter Geräte fehlen mir. E-639: Telefunken E 104 Kw/8

Technische Daten

Stromversorgung

Dimensionen

  • 555 x 480 x 590 mm, 86 kg

Zubehör

  • Als Standardantenne

Bedienung

Der Telefunken E 104 wurde von der Mitte der fünfziger bis in die sechziger Jahre in zahlreichen Varianten gefertigt, verwandt mit dem Allwellenempfänger E 104 ist der Längst- bis Mittelwellenempfänger E 108.

Zum Leidwesen für den Sammler benötigt das Gerät mit 555 x 480 x 590 mm einen enormen Platz auf dem Stationstisch, dieser muss auch stabil gebaut sein, um unter dem Gewicht der Rackversion von 70 kg nicht zusammenzubrechen, das Gerät im Tischgehäuse mit seinen 86 kg kann ich bereits nicht mehr alleine heben…
Versorgt wird der Empfänger mit Wechselspannungen zwischen 110 und 240 V und nimmt mit seinen 24 Röhren und zwei Stabilisatoren 130 W auf.

Das oberste Drittel der Frontplatte nimmt die Linearskala ein, beim Drehen des Bandschalters wird die Skala nach oben und nach unten gedreht, in den höheren Frequenzbereichen verschieben sich lediglich die MHz-Bezeichnungen hinter kleinen Sichtfenstern.
Im linken unteren Frontplattenquadranten finden sich in drei Reihen die Bedienelemente: zuoberst der Einstellknopf für den BFO mit +/- 3 kHz Regelbereich, der Schalter für den Eichmarkengeber und der Betriebsartenschalter. In der mittleren Reihe die Einstellung für den NF-Ausgangspegel und die Schwundregelungszeitkonstante und zuunterst der Bandbreitenschalter und die Regler für NF- und HF-Verstärkung. Im rechten unteren Frontplattenquadranten finden sich oben oben zwei Messinstrumente, das linke kann auch zur Kontrolle der Betriebsspannungen verschiedener Röhren, die mit dem Schalter zwischen den Instrumenten gewählt werden, geschaltet werden. Das rechte unterstützt mit der Mittenanzeige die Abstimmung von FM-Sendern. Darunter sind der Hauptabstimmknopf (mit 1:10 Untersetzung) und der Bereichsschalter, der mit einiger Kraft betätigt werden muss, angeordnet.

Technisch arbeitet der Empfänger in den Bereichen unter 5,9 MHz als Einfachsuper mit einer Zwischenfrequenz von 525 kHz, in den höheren Frequenzbereichen wird je nach Bereich auf eine erste Zwischenfrequenz von 1,1-2,2 MHz, 1,9-4,1 oder 3,9-6,1 MHz und dann auf die zweite ZF von 525 kHz umgesetzt.

Optional konnte der E 104 mit dem FSK-Demodulator Fs Tg 127 zum Funkfernschreib- Empfang eingesetzt werden und einen Fernschreiber ansteuern, der Zusatz BP 102 erlaubt den SSB-Empfang, hierzu kann an Bu10 die zweite ZF von 525 kHz abgenommen werden.

Technisches Prinzip

E-639: Telefunken E 104 Kw/8
Das vom Antenneneingang herkommende HF-Signal gelangt nach einer Schutzglimmlampe in die erste HF-Verstärkerstufe (V7: EF85) und nach einem zweikreisigen Bandfilter auf den Mischer (V8: ECC81). Hier wird mit der Oszillatorfrequenz (V6: EF80), welche aus einem von 15 schaltbaren Quarzen abgeleitet wird, auf die erste Zwischenfrequenz umgesetzt, diese liegt in den Bereichen 4 - 9 (5950 - 12050 kHz) zwischen 1,1 und 2,1 MHz und in den Bereichen 10 - 19 (11900 - 30100 kHz) im Bereich von 1,9 - 4,1 MHz. In den Bereichen 1 - 3 (1100 - 6100 kHz) arbeitet die Eingangsstufe ohne eingeschalteten Oszillator als Geradeaus - Stufe.

Im Modul ZF1 durchläuft das Signal eine Verstärkerstufe (V9: EF85), diese ZF-Verstärkerstufe ist durchstimmbar, die Frequenzbereiche entsprechen den Frequenzbereichen der Bänder 1 - 3, bei denen der erste Oszillator ausgeschaltet ist und der Empfänger als Einfachsuperhet wirkt. Ein zweiter ebenfalls durchstimmbarer Oszillator (V4: EF80) schwingt 525 kHz oberhalb der eingestellten ersten ZF, eine Frequenzabstimmung erfolgt im Gleichlauf mit den Kreisen in der Eingangsstufe und dem Modul ZF1, der Oszillator ist als frequenzbestimmendes Element temperaturkompensiert.
Durch Mischung in der Röhren V10 (ECC81) im Eingang des Moduls ZF2-A entsteht die Zwischenfrequenz von 525 kHz, diese wird in drei ZF-Stufen (V11-13, je EF85) verstärkt, die Quarz- respektive Spulenfilter sind jweils dazwischengeschaltet.
Im Modul ZF2-B erfolgt nach einer Verstärkerstufe (V14: EF85) die Demodulation mittels einer Diode (V20: EAA91) im AM-Betrieb, ZF-Signale gelangen über eine zweistufige Begrenzerstufe (V16,17 je EF80) in den Diskriminator (V22: EAA91). Der Empfänger arbeitet mit zwei Regelspannungen, von denen nur die Regelspannung 2 auch auf die Vor- und erste ZF-Stufe wirkt.
Im letzten Modul wird der Überlagerungsoszillator (V5: ECH81) zum Empfang von A1 / CW-Sendungen zugeschaltet, er schwingt zwischen 522 - 528 kHz was einen Tonbereich des CW-Tons von +/- 3 kHz ergibt. Nach einer zweistufigen NF-Vorverstärkung im NF-Leitungsverstärker (V2, V18: ECC81) gelangt die NF auf den Pegelausgang oder auf die Endstufe, in der eine EL84 (V19) als Ausgangsröhre wirkt.

Röhrenbestückung

V1 (ECC81, Limiter); V2 (ECC81, NF-Vorstufe); V3 (EF80, Eichoszillator); V4 (EF80, Oszillator); V5 (ECH81, BFO); V6 (EF80, Quarzoszillator 1. Mischer); V7 (EF85, HF-Vorstufe); V8 (ECC81, 1.Mischstufe); V9 (EF85, ZF-Verstärkung); V10 (ECC81, 2.Mischstufe, ZF 525 kHz); V11 - V14 (vier EF85, ZF-Verstärkung); V15 (EF80, Regelverstärker); V16 / V17 (zwei EF80, FM-Limiter); V18 (ECC81, NF-zwischenverstärker); V19 (EL84, NF-Endstufe).

Entwicklung

Einsatz

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/e-639.txt · Zuletzt geändert: 2018/02/14 22:53 von mb