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de:panzerjaeger_g13

Panzerjäger G13, Hetzer

Panzerjäger G13 „Hetzer“; entwickelt von den Skoda Werken Pilsen; Endmontage Saurer, Arbon. In der unmittelbaren Nachkriegszeit hatte in der Schweiz die Beschaffung von Panzerabwehrmitteln hohe Priorität. Aus Surplusbeständen der tschechischen Skoda Werke konnte man eine Anzahl der noch für die deutsche Wehrmacht entwickelten Panzerjäger „Hetzer“ beschaffen, die die Hauptlast der Schweizer Panzerabwehr zu übernehmen hatten.

Panzerjäger G13 "Hetzer"

Technische Daten

  • Verwendung: Panzerjäger
  • Besatzung: 4 Mann
  • Antrieb: Praga 6-Zylinder Benzinmotor, 7.8 l, 160 PS
  • Bewaffnung: eine Pak K 75 mm; ein Flab MG 38, 7.5 mm
  • Funkanlage: SE-202 (SEF), Kdo Fz zusätzlich ein SE-200 (LUX)

Stromversorgung

  • Versorgung des Funkgeräts vom 12 V Bordnetz mittels Umformer

Dimensionen

  • Breite 2.65 m, Länge 6.65 m, Höhe 2.15 m; Gewicht 16'000 kg

Antenne

  • Stabantenne

Panzerjäger G13 "Hetzer"

Panzerwagen

Der Panzerjäger G13 hatte vier Mann Besatzung (Kommandant, Fahrer, Lader und Richter) war mit einer 75 mm PAK und einem 7,5 mm Flab Mg 38 ausgerüstet. Das Fahrzeug verfügte nicht über einen drehbaren Turm, die Panzerabwehrkanone hatte nur einen kleinen Richtbereich, weshalb der Panzerjäger zum Selbstschutz zwingend in Infanteriebegleitung eingesetzt werden musste.

Funkanlage SEF im Panzerjäger G13 Der Panzer war vom Werk aus noch nicht mit einer Funkanlage versehen worden. Eilig entwickelte Brown Boveri aus einer frequenzmodulierten VHF-Polizeifunkstation die Panzerfunkstation SEF, die in die vorhandenen Gerätebuchten passte. Das SEF resp. SE-202 war mit einem Bediengerät mit einem Verstärker zur Bordverständigung ausgerüstet und arbeitete auf zwei vorabgestimmten Kanälen im Bereich 30 - 42 MHz.

Im Kommandofahrzeug wurde dann ab 1952 zusätzlich ein Funkgerät SE-200 (Zellweger) eingebaut, diese Fahrzeuge sind an einem zusätzlichen Antennensockel auf der linken Fahrzeugseite erkennbar.

Entwicklung

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs beschaffte die Schweizer Armee 158 Fahrzeuge vom Typ Panzerjäger „Hetzer“ / G13, der unter deutscher Herrschaft in den tschechischen Skoda - Werken gefertigt worden war und von dem nach dem Zweiten Weltkrieg noch eine Reihe bereits fertig montierter Fahrzeuge am Lager waren, die nicht mehr in Einsatz gekommen waren.

Funkanlage SEF im Panzerjäger G13

Zunächst wurden acht Fahrzeuge zur Erprobung beschafft, nach positiven Resultaten konnte die Schweizer Armee dann diese Panzerwagen in zwei Tranchen (100 Stück 1946, 50 Stück 1947) zu einem Stückpreis von 60'000.- Fr. erwerben.

Ab 1949 wurde die Lieferung der Panzerjäger aufgrund der politischen Entwicklungen in der Tschechoslowakei zunehmend schwierig. Nur nach zähen Verhandlungen konnte die Vertragserfüllung durchgesetzt werden, die Ersatzteillieferungen blieben allerdings blockiert. So wurden ab 1951 in 92 Fahrzeugen die Benzinmotoren durch Saurer - Dieselmotoren (V 8-Zylinder, 11,6 l, 150 PS) ersetzt und auch Wasser- und Ölkühler eingebaut.

Einsatz

Von 1949 bis 1965 waren die 158 Fahrzeuge in den Panzerjäger Abteilungen Pzj Abt 21 - 23 eingeteilt, dann ab 1965 - 1970 in den Pzj Bat 21, 22, 23 der Felddivisionen F Div 3, 8 und 6.

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/panzerjaeger_g13.txt · Zuletzt geändert: 2023/02/02 10:15 von mboesch