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de:se-219

SE-219: L-Station

L-Station der Luftwaffe resp. SCR-274-N der U.S. Navy hergestellt von der Aircraft Radio Corporation / Western Electric.

Aufgrund eines allgemeinen Mangels an Funkmitteln wurde 1945 eine improvisierte tragbare Flugfunk - Bodenstation zum Feldeinsatz aus amerikanischen „Command Set“ Funkgeräten aus dem System SCR-274-N zusammengestellt.

SE-219 resp. L-Station

Technische Daten

Stromversorgung

  • Umformerbetrieb: die Station wird von der üblichen Flugzeugbordspannung von 28 V = über einen rotierenden Umformer (Dynamotor) mit den entsprechenden Anodenspannungen versorgt.

Dimensionen

Zubehör

Bedienung

Aufgrund einer allgemeinen Knappheit von Funkmitteln wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs aus notgelandeten resp. zur Landung gezwungenen amerikanischen Bombern die Funkanlagen ausgebaut und diese zu improvisierten Flieger- Bodenstationen zusammengestellt. Nach Kriegsende wurden die Gerätschaften von den USA offiziell käuflich erworben.

Der Empfänger vom Typ BC-454 (3-6 MHz) resp. BC-455 (6-9,1 MHz) ist als Sechsröhren - Superhet geschaltet: nach einer HF-Vorstufe (12SK7) folgt die Mischstufe (12K8), zwei ZF-Verstärkerstufen (12SK7/12SK7 oder 12SK7/12SF7), die Detektorstufe (12SR7, zweites System genutzt für den BFO) und die NF-Stufe (12A6). Zur Stromversorgung ist ein DM-32 hinten auf dem Gerät montiert.

Im Sender BC-457-A (4 - 5,3 MHz) und im technisch sehr ähnlichen Sender BC-458-A (5,3 - 7 MHz) kommt üblicherweise eine Röhre 1626 als Oszillator zum Einsatz, zwei Röhren 1625 dienen als Senderöhren und ein magisches Auge 1629 zur Kontrolle der Ausgangsleistung und der Resonanz mit einem Steckquarz zur Skaleneichung. Die Röhre befindet sich im Innern des Geräts und kann nach Aufklappen eines Schutzdeckels im hinteren Gehäuseteil über einen Spiegel eingesehen werden, eine sehr eigenwillige Lösung… Die Speisung erfolgt über einen Dynamotor DM-33-A (DY-8/ARC-5) aufgesetzt auf der Modulator Unit BC-456 (MD-7/ARC-5).

Technisches Prinzip

Röhrenbestückung

Empfänger: V1 (12SK7, HF-Vorstufe); V2 (12K8,Mischstufe); V3 (12SK7, 1.ZF-Stufe); V4 (12SK7 resp. 12SF7, 2. ZF-Stufe); V5 (12SR7, Detektor, BFO); V6 (12A6, NF-Stufe).
Sender: V1 (1626, Oszillator); V2,V3 (zwei 1625, Sendeendstufe); V4 (1629, mag. Auge zur Kontrolle der Antennenanpassung); die Modulatorstufe gefindet sich im separaten Modulatormodul BC-456.

Entwicklung

Um 1940 wurde der Gerätesatz ARA/ATA von der U.S.Mavy eingeführt, der Gerätesatz besteht aus fünf modularen Empfängern (mit unterschiedlichen Frequenzbereichen) (ARA) und fünf Sendern (ATA) mit ebenfalls unterschiedlichen Frequenzbereichen, dazu kam ein separates mit einem rotierenden Umformer (Dynamotor) ausgerüstetes Speisegerät.

1941 kamen die technisch weitgehend identischen Geräte im blanken Aluminiumgehäuse unter der Bezeichen SCR-274-N beim U.S.Army Air Corps zum Einsatz, 1943 nach Einführung der gemeinsamen Typenbezeichnung von Army und Navy (JAN = Joint Army-Navy) erhielt der verbesserte Gerätesatz die Bezeichnung AN/ARC-5. Es kamen noch zusätzliche Moduln zum Festfrequenzbetrieb auf vier quarzkontrollierten Frequenzen, Geräte mit VHF-Abdeckung, Homing receiver zum Zielflug und diverses Installationsmaterial und Racks dazu.

In unterschiedlichsten Kombinationen je nach Einsatzzweck waren die Sender und Empfänger des Gerätesatzes SCR-274-N auf einer Grosszahl der Flugzeuge der U.S.Navy im Einsatz, sie wurden in der Regel als „Command sets“ bezeichnet.

Einsatz

Das zum System SCR-274-N gehörige Material wurde aus in der Schweiz notgelandeten amerikanischen Bombern B-17 ausgebaut und in einer voluminösen Holzkiste zu einer improvisierten transportablen improvisierten Bodenstation zusammengebaut, diese erhielt die Schweizer Bezeichnung SE-219 resp. L-Station.

Die Geräte waren 1945 bis 1954 im Einsatz. Weitere Informationen und Bildmaterial diesbezüglich fehlen mir.

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/se-219.txt · Zuletzt geändert: 2018/02/15 08:23 von mb