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SE-226

SE-226, Racal Syncal TRA 921B Manpack - Funkgerät; hergestellt von Racal.

Zum Einsatz in Situationen, in denen die in der militärischen Kommunikation üblichen VHF-Funkverbindungen nicht aufrechterhalten werden können, sondern aufgrund der unterschiedlichen Ausbreitungsbedingungen auf Kurzwellenverbindungen zurückgegriffen werden muss, ist das Funkgerät SE-226 konzipiert.

Das Gerät kann mit integriertem Akku und der Marschantenne als Tornisterfunkgerät, mobil auf einem Fahrzeug oder über eine Inverted V - Dipolantenne stationär eingesetzt werden. Das SE-226 kann auch mit dem Fernbetriebsgerät FBA-227/412 fernbedient werden.

SE-226

Technische Daten

Stromversorgung

  • Akku / Batteriebetrieb: 18 V NiCd Akku (Akkumulator MA 948B, 3,5 Ah) resp. 12 / 24 V von der Fahrzeugbatterie

Dimensionen

  • mm, 11 kg

Zubehör

SE-226 * Als Standardantenne kommt eine Marschantenne (2,4 m Rutenantenne) oder eine Inverted V - Dipolantenne mit 9 m Stützmast zum Einsatz.

  • Zum Laden des Akkumulators MA 948B kommt das Ladegerät ALGT-226 (MA 945 X) zum Einsatz, dies kann mit 12-15 V oder 24-30 V DC oder 198 - 231 V Wechselstrom versorgt werden.
  • Lautsprecher MA 988 B erhöht die Ausgangsleistung auf 500 mW, Versorgung direkt vom Akku des Sendeempfängers, verfügt nicht über einen eigenen Betriebsschalter.
  • Die Fernbetriebsausrüstung FBA 227/412 (aus dem Stationsmaterial des SE-227) kann auch zum Fernbetrieb des SE-226 verwendet werden.

Bedienung

SE-226Zum Einsatz muss zunächst ein aufgeladener NiCd-Akku auf der Unterseite des Geräts festgeschraubt werden, das Akkuladegerät ALGT-226 kann mit 12 oder 24 V Fahrzeugspannung oder 220 V Netzspannung betrieben werden.

Das Mikrotel, der Telephonhörer mit Hör- und Sprechmuschel und Sendetaste wird an den Buchsen unten links auf der Frontplatte angeschlossen, die Stabantenne in die entsprechende Buchse oder die Dipolantenne in die - je nach Frequenzbereich wählbare - BNC-Koaxbuchse in der rechten oberen Frontplattenecke eingesteckt.

Mit dem Betriebsartenschalter wird zum AM-Betrieb AM VOICE respektive zum SSB-/Telegraphie - Betrieb VOICE LSB oder VOICE USB gewählt, der Schalter dient gleichzeitig als Hauptschalter. Mit den vier Drehknöpfen in der oberen Reihe der Bedienelemente wird die gewünschte Frequenz gewählt.

Zum Empfang wird mit dem GAIN Regler die Lautstärke eingestellt, zum Sendebetrieb kann mit HIGH oder LOW POWER zwischen zwei Leistungsstufen ausgewählt werden. In Stellung TUNE des Betriebsartenschalters wird nun zunächst mit dem Regler TUNE auf maximalen Antennenstrom abgestimmt, dann kann in der gewünschten Betriebsart VOICE AM oder VOICE LSB/USB eine Verbindungsaufnahme versucht werden, bei ausreichend hoher Signalqualität kann versuchsweise auf eine verminderte Sendeleistung geschaltet werden (LOW POWER), was die Akkus schon und den Äther nicht mit unnötiger HF-Leistung belastet..

Technisches Prinzip

Der Antenneneingang des Empfängers ist durch zwei antiparallele Dioden vor Überspannungen geschützt. Das Antennensignal wird mit dem Signal des VCO, des PLL-gesteuerten Synthesizers, in der Mischstufe auf die Zwischenfrequenz von 10,7 MHz umgesetzt. Das Signal durchläuft die Filterbank für die unterschiedlichen Betriebsarten und gelangt dann beim AM-Empfang zum Demodulator, zum SSB-Empfang muss ein 10,7 MHz-Hilfsträger zugemischt werden. Die NF wird verstärkt und an den Kopfhörerausgang gegeben, eine AGC-Schaltung mit Wirkung auf die ZF- und NF-Stufen hält den Ausgangspegel bei Signalstärkeschwankungen konstant.

Im Sender wird beim AM-Betrieb das NF-Signal auf einen 10,7 MHz-Hilfsträger aufmoduliert. Für den SSB-Betrieb wird mittels einer Filtergruppe das entsprechende Seitenband ausgefiltert, für den A2-Telegraphiebetrieb wird ein 1000 Hz-Ton aufmoduliert. In der Mischstufe wird das 10,7 MHz-Signal mit dem Signal des VCO auf die definitive Betriebsfrequenz gemischt, das Hilfsträgersignal wird ausgefiltert und das HF-Signal der Sender-Treiber- und Endstufe zugeführt. In Schalterstellung TUNE wird das unmodulierte Antennensignal auf die Antennenabstimmung gegeben. Mit einer regulierbaren Induktivität wird auf maximalen am Instrument angezeigten Antennenstrom abgestimmt, allerdings kann bei diesem Abstimmvorgang das Funkgerät angepeilt werden.

Der VCO ist als PLL-Synthesizer und schwingt zwischen 12,7 - 18,699 kHz, für das Hilfsoszillatorsignal von 10,7 MHz wird die 107. Oberwelle eines 100 KHz-Oszillators ausgefiltert.

Bestückung

Das Gerät ist vollständig mit Halbleitern bestückt (Solid state).

Entwicklung

Einsatz

SE-226, ManpackversionDas Kurzwellenfunkgerät wurde zum Einsatz im topographisch schwierigen (Vor)alpengebiet der Schweiz beschafft, zum Einsatz von ionosphärischen Verbindungen erwies sich dann später die Sendeleistung dochj als zu niedrig.

Das SE-226 wurde vor allem von Fallschirm - Aufklärern eingesetzt.

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/se-226.txt · Zuletzt geändert: 2017/10/22 23:48 von mb