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de:se-010

FG X: SE-010

Bord - Funkanlage FG X, Stat. 1005 b F; entwickelt von Telefunken, Berlin, hergestellt von Telefunken Zürich.

Zum Einbau in Einsitzerflugzeuge wurde die Flugzeug - Bordfunkstation Stat. 1005 b F von Telefunken Berlin evaluiert, diese sich aus einem Sender, einem Empfänger und einen Antennenanpassgerät zusammensetzende Funkstation kann mit dem von Autophon, Solothurn, gefertigten Telaccord - Zusatz mechanisch ferngesteuert werden, was erst die Bedienung durch den Piloten und den Verzicht auf einen Bordfunker möglich macht.
Fg X: SenderFg X: Empfänger

Technische Daten

Stromversorgung

  • Stromversorgung über zwei Umformer

Dimensionen

Mit der Verkabelung, dem Sender (8,78 kg), Empfänger (7,75 kg), Anpassgerät (3,65 kg) und Umformer (12,15 kg) kommt die Analge auf ein Gesamtgewicht von 64,25 resp. 66,69 kg in der Ein- / Zweisitzerausführung.

Zubehör

  • Frequenzumschaltung von fünf Festfrequenzen mittels Autophon Telaccord - Vorsatz
  • Antennenanpassgerät Al 1011
  • Wellenmesser SFR

Bedienung

Das Bordfunkgerät FG X, das später die Bezeichnung SE-010 erhielt, wurde von Telefunken Zürich in Lizenz gefertigt, der elektromechanische Fernbedienzusatz Telaccord wurde zum Telefunkengerät von der Solothurner Firma Autophon geliefert.

Die Funkstation besteht aus den Komponenten Sender AS 1009 mit dem Telaccord - Zusatz „S“, dem Antennenanpassgerät Al 1011 mit dem Telaccord - Zusatz „A“ und dem Empfänger Ae 1010 mit dem Telaccord - Zusatz „E“, dazu kommt der Umformer Ak 1073.

Beim Einbau in ein einsitzes Flugzeug kommen dazu das Bediengerät Ab 3009, ein Wellen - Wählschaltgerät Telaccord, ein Verteilerkasten zum Telaccord, eine Empfangsnachstellvorrichtung, eine Taste ST361F, eine Steuerknüppeltaste und ein Hauptschalterkasten, dazu die Kabelsätze für das Funkgerät und die Telaccord - Anlage.

In Zweisitzern kommt dazu noch ein Umschaltgerät Ab 3020 für die Bordsprechanlage, jeweils eine zweite Taste, Mikrophonschalter und Wählschaltgerät.

Im Gegensatz zu den früheren Geräten wie beispielsweise dem FG IX sind sämtliche Funktionen, vom Anlassen des Umformers über die Wahl der Betriebsart, Auswahl von einer von fünf voreingestellten Arbeitsfrequenzen, Frequenznachstellung des Empfängers bis hin zur Umschaltung des Antennenrelais fernbedienbar.

Der zweistufige Sender As 1009 deckt den Bereich von 6000 - 12000 kHz ab, darin werden in der selbsterregten Steuerstufe eine RS 287 und in der Senderendstufe zwei parallele RS 287 eingesetzt. Zwei NF4 kommen als Modulationsverstärker zum Einsatz. Die Ausgangsleistung liegt wie beim FG IV bei 60 W in CW und bei 25 W in Telephonie und tönender Telegraphie.

Der Empfänger Ae 1010 deckt als Superhet ebenfalls die Frequenzen 6000 - 12000 kHz ab, er verfügt über drei Hochfrequenzkreise, vier ZF-Kreise und eine NF-Endstufe, in allen Stufen und auch als Empfängeroszillator und Überlagerungsoszillator (BFO) wird die Röhre NF4 eingesetzt.

Die Heizspannungen für den Empfänger und für den Sender werden direkt dem Bordnetz entnommen, die Hochspannungen für Anoden- und Gittervorspannungen werden in einem Umformer aus der Primärspannung von 27 V erzeugt.

Am Bediengerät Ab 3009 stellt der Pilot die Betriebsart und die Lautstärke in seinem Kopfhörer ein.

Die Telaccord - Anlage, welche die Wahl von einer von fünf vorabgestimmten Betriebsfrequenzen von einem Wählschaltgerät, die Betriebsartenwahl und die Empfängernachstimmung erlaubt, wurde als Zusatz zur eigentlichen Funkstation von Autophon entwickelt und gefertigt und auf die Geräte aufgesetzt. Ein Verteiler erlaubt auch den Gegensprechverkehr an Bord zwischen Pilot und Beobachter / Funker, für Sender, Empfänger und Antennenabstimmgerät sind separate Einstellmaschinen vorgesehen.

Technisches Prinzip

Röhrenbestückung

Sender As 1009: V1 (RS287, selbsterregte Steuerstufe); V2, V3 (jeweils RS287, Senderendstufe); V4, V5 (NF4, Modulationsverstärker).

Entwicklung

Die Geräte konnten nicht direkt in Deutschland geordert werden, da kriegsbedingt keine Produktionskapazitäten für Exportgeräte mehr bestanden; über die Telefunken Zürich AG, welche im Besitz der Konstruktionsunterlagen war, konnten die Geräte in der Schweiz in Lizenz gefertigt werden.

1942/3 wurden 210 Anlagen zum Einbau in die Morane D 3801/02 und C 3603 gefertigt.

Einsatz

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

Ich bin über weiterführende Informationen und Bildmaterial jederzeit dankbar.

de/se-010.txt · Zuletzt geändert: 2018/02/14 23:36 von mb