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SE-214: Tragbar Schwere Funkstation 18 / 25

Tragbar Schwere Funkstation 18 / 25, T.S. 25; hergestellt von Telefunken, Zürich.

Noch in den Wirren des ersten Weltkriegs, als sich durch die Breitbandigkeit der verwendeten Funkensender und ungenügende Trennschärfe der Detektor- resp. Geradeausempfänger ein allgemeines Wellenchaos entwickelte, aus dem sich die gewünschte Station kaum mehr heraushören liess, entwickelte H. Bredow einen Röhrensender. Oberst i Gst Hilfiker gelang es, Material zur Erprobung in die Schweiz zu bringen, die Station U.S.17/D resp. der Sendeempfänger ARS 68a wurde als „Ungedämpfte Station“ resp. „Tragbar Schwere Station (18)“ beschafft. Stationsempfänger war zunächst das im Sendeempfänger integrierte Audion, dann der Audionempfänger Telefunken E 266.

In den folgenden Jahren wurde das Stationsmaterial der Tragbar Schweren Funkstation wiederholt erneuert: Als Sender kam nach der Erneuerung der Telefunken AR125 resp. der etwas leistungsstärkere AR 245 zum Einsatz, als Empfänger wurde der E266 durch den „Empfänger 25“ (Spez 7 Bs) und ab 1932 durch den „Empfänger 31“ (Spez 470 Bs) ersetzt. Das mit der Aufstellung der Funker Abteilung im Jahre 1925 beschaffte Material erhielt dann die Bezeichnung „Tragbar Schwere Funkstation 25“.

Stationsmaterial T.S. 25

Technische Daten

Konfiguration 1918

Konfiguration 1922

Konfiguration 1925

Konfiguration 1926

Konfiguration 1926

Stromversorgung

  • Benzingenerator MAG 2C36 12-24V 6A und 800V 0,1 A resp. Handdrehgenerator,
  • für den Empfänger Akkumulatoren 6 V und Anodenbatterien

Dimensionen

  • diverse

Zubehör

  • Als Standardantenne wurde eine 50 m lange L- oder T-Antenne zwischen zwei 9 m - Steckmasten eingesetzt.

Stationsmaterial

Der Sendezweig des Meissner-Senders US 17/D resp. ARS 68b der ursprünglichen „Tragbar Schweren Station“ war als Einkreissender lediglich mit einer Sendetriode RS5 ausgerüstet.

1925 wurde er durch weiterentwickelten Zwischenkreissender AR 125 abgelöst, mit zwei Trioden RS5 erreichte dieser eine Antennenleistung von 15 Watt; ab 1926 kam der etwas verstärkte Sender AS 245 zum Einsatz, der mit zwei Trioden RS55 eine Antennenleistung von 20 W erreichte, als Einsatzreichweite wurden 50 - 75 km angegeben.

T.S.25 / Empfänger 25Die ursprüngliche Station verfügte über einen integrierten Audionempfänger, der eine im Gefechtslärm ungenügend verständliche Lautstärke lieferte, so dass ein separater Niederfrequenzverstärker nachgeschaltet werden musste.Ab 1922 wurde er durch den Audionempfänger Telefunken E266 ersetzt, der 1926 vom Zweikreisempfänger „Empfänger E25“ (Spez 7Bs), bestückt mit zwei Trioden RE062t, und einem nachgeschalteten NF-Verstärker Spez 60Bs abgelöst wurde.


T.S.25 7 Empfänger E31Ab 1932 wurde die Station auf den sehr viel leistungsfähigeren Langwellenempfänger „Empfänger 31“ (Spez 470 Bs) umgerüstet, er war mit sechs Stück RE074n bestückt und wurde mit 4 oder 6 V Heizakkus und zwei 60V Anodenbatterien betrieben.

An Antennenmaterial kam eine zweidrähtige 50 m L- oder T-Antenne zwischen zwei 9 m hohen Steckmasten zum Einsatz. Die gesamten Gerätschaften waren in 18 Traglasten aufgeteilt, mit den 336 kg war die Station bedingt „tragbar“, d.h. sie konnte sie konnte von einer Trägerkolonne oder gebastet verschoben werden.

Technisches Prinzip

siehe Beschreibung der einzelnen Geräte

Röhrenbestückung

  • Sender
    • im ARS68b eine Sendetriode RS5
    • im Zwischenkreissender AR125 zwei Trioden RS5
    • im Sender AR245 zwei Trioden RS55.
  • Empfänger: siehe Beschreibung der einzelnen Geräte

Entwicklung

Die von der Deutschen Gesellschaft für drahtlose Telegraphie, Berlin, entwickelte „Ungedämpfte Station U.S.17/D“ wurde zunächst 1918/9 als „Tragbar Schwere Funkenstation“ beschafft, zunächst wurde der kombinierte Röhren-Sendeempfänger ARS68 mit dem integrierten Audion und einem zugeschalteten Niederfrequenzverstärker eingesetzt, ab 1922 wurde der Empfangszweig ausgebaut und der Audionempfänger Telefunken E 266 übernahm die Funktion als Stationsempfänger.

Mit der Erneuerung der Station und Anschaffung von zusätzlichem Material wurde ab 1925 der Zwischenkreissender AR 125 und ab 1926 der Sender AR 245 mit einer etwas höheren Sendeleistung und als Empfänger der Zweikreisempfänger Spez 7Bs mit nachgeschaltetem NF-Verstärker Spez 60 Bs und ab 1932 der Empfänger Spez 470 Bs / Empfänger E31 eingesetzt.

Nach Angaben in der Dokumentation „Funkstationen der Armee“ wurden von der Station 56 Stück beschafft worden, die mit einem Etatpreis von 16'750.- Fr. in den Büchern standen.

Einsatz

Technische Unterlagen

Weitere Informationen

de/se-214.txt · Zuletzt geändert: 2018/02/25 18:54 von mb